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Weltrangliste

Aronjan rückt vor

Erste Weltrangliste nach neuem Rhythmus

31.08.2009
Rainer Osenberg

Gemäß dem neuen Zwei-Monats-Rhythmus veröffentlichte die Fide heute die September-Weltrangliste. Wesselin Topalow und Viswanathan Anand, die beide in den letzten zwei Monaten keine Partien absolvierten, liegen weiter vorn. Auf Platz 3 schob sich Lewon Aronjan, den vierten Platz teilen sich Kramnik und Carlsen.

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Nach seinem Absturz im letzten Quartal meldete sich Wassyl Iwantschuk fulminant zurück. Er machte im Juli und Augut 53 Punkte gut und kehrte in die Top Ten zurück. Zu den Gewinnern gehören auch Hikaru Nakamura, der nun auf Platz 16 geführt wird sowie Nigel Short, der nach 5½ Jahren wieder auf mehr als 2.700 Punkte kommt. Neu in der Top 100 sind der Brasilianer Alexandr Fier und der Weißrusse Sjarhej Schyhalka.

Judit Polgar bleibt das Maß der Dinge

Bei den Frauen liegt weiterhin Judit Polgar mit großen Vorsprung vor der Konkurrenz. In der Gesamtrangliste nimmt sie allerdings nur noch Platz 45 ein. Neu bzw. wieder in der Top 25 der Frauen sind die Griechin Yelena Dembo und die Polin Maria Socko. Als beste Deutsche ist Elisabeth Pähtz 22.

Kaum Veränderungen bei den Junioren

Bei den Junioren (U20) blieb fast alles beim Alten: Carlsen führt weiterhin vor Karjakin und Vachier-Lagrave. Auch bei den Juniorinnen liegt weiterhin Hou Yifan vorn. Einen Sprung machte die Inderin Dronawali Harika, die es nun auf 2474 Punkte bringt.

Einige Bewegung bei der Jugend

Bei den U18-Spielern liegt weiterhin Fabiano Caruano vor Wesley So, der seinerseits die U16-Rangliste anführt. Parimarjan Negi aus Indien legte um 25 Punkte zu und ist nun Dritter in der U18- und Zweiter in der U16-Rangliste. 

Bei den U14-Spielern machte vor allem der Bulgare Kiprian Berbatov mit einem Plus von 59 Punkten Boden gut. In der U12-Rangliste erspielte sich der Inder Suri Vaibhav zusätzliche 80 Elo-Punkte und übernimmt damit die Spitze der Rangliste.

Ragger in Österreich vorn

Markus Ragger übernahm die Führung in der österreichischen Rangliste vor seinem Vorgänger Davit Shengelia. In der Schweiz führt weiter Milov vor Pelletier und Altmeister Kortschnoi. Auch in Deutschland bleibt die Spitze unverändert: Naiditsch liegt vor Meier und Fridman.

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Top Ten

1. Magnus Carlsen 2826
2. Wesselin Topalow 2803
3. Viswanathan Anand 2800
4. Lewon Aronjan 2783
5. Wladimir Kramnik 2780
6. Pawel Eljanow 2761
7. Alexander Grischtschuk 2760
8. Shakriyar Mamedyarov 2756
9. Wassyl Iwantschuk 2754
10. Boris Gelfand 2751

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Ratings: Hintergrund

„Manchmal denke ich, ich habe Frankensteins Monster erschaffen! Die jungen Spieler interessieren sich mehr für die Elo-Wertung als für die Dinge auf dem Brett,“ wird Arpad Elo, der Schöpfer des modernen Ratings, zitiert. Doch auch darüber hinaus gilt es zu berücksichtigen, dass Elo nicht gleich Elo ist. Ein Grund dafür ist die Inflation der Ratings, so dass heutige Werte nicht mit denen von einst zu vergleichen sind. Die Rangliste wird seit Mitte 2009 im zweimonatlichen Rhythmus veröffentlicht.

Quellen und mehr zum Thema

Öffzielle Wertungszahlen (engl.)

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