Freitag, 03.09.2010 Sitemap | Datenschutz | Impressum/Kontakt
Benutzerdefinierte Suche

Plan 9 from Outer Space

Höchststrafe für den Schachbund

DSB schneidet im Anti-Doping-Bericht schlecht ab

04.03.2010
Rainer Osenberg

Landauf, landab wurde das Thema „Doping im Schach“ in den letzten Jahren ebenso umfassend wie kontrovers diskutiert. Insbesondere Funktioniäre legten großen Wert darauf, sich den Dopingrichtlinien zu unterwerfen, vorgeblich, um als olympische Disziplin auserkoren zu werden. Tatsächlich war das Thema der Sportförderung durch das Innenministerium zweifellos der wichtigere Grund. Gerade von dort gab es nun einen weiteren gehörigen Dämpfer.

Anzeige

Das Bundesinnenministerium veröffentlichte – nicht übertrieben zeitnah – den Anti-Doping-Bericht 2008. Von den 60 durch das Ministerium geförderteten Sportarten, wurden bei 19 Verbänden Verstöße gegen die Doping-Bekämpfung bemängelt. Verbunden mit diesem Vorwurf ist die Rückforderung bereits geflossener Fördergelder. Laut Deutschem Bundestag handelt es sich um bis zu 16% der Fördermittel

Trotz der insbesondere von den Aktiven heftig kritisierten Doping-Bemühungen des Deutschen Schachbundes im Fahrwasser der Fide, schnitt gerade der DSB laut Spiegel Online besonders schlecht ab. Das Nachrichtenmagazin berichtet, dass der Schachbund die prozentual höchste Strafe aller Verbände aufgebrummt bekam. Hierbei handelt es sich also offenkundig um den einen schweren Fall, der vom Innenministerium bemängelt wurde.

Auch wenn der bemängelte Zeitraum mehr als ein Jahr zurück liegt, dürfte es den Schachfunktionären nun noch schwerer fallen, die Aktiven von der Notwendigkeit der Doping-Vermeidung zu überzeugen. Wie die entstehende Finanzlücke gestopft werden soll, dürfte auch zu den in nächster Zeit viel diskutierten Themen in Schachdeutschland gehören.

Interessant dürfte sein, inwieweit der DSB seine Anti-Doping-Bemühungen fortsetzt, sind doch vom Bundesinnenministerium in den nächsten Jahren – ganz unabhängig vom Anti-Doping-Bericht – wegen der fehlenden Eigenmotorik beim Schach ohnehin keine Förderungen mehr zu erwarten.

 

Kommentare zum Artikel

Bisher wurde der Artikel noch nicht kommentiert.

Eigenen Kommentar hinzufügen

caissa Pfeil Blog
Pfeil Höchststrafe für den Schachbund

From Outer Space

„The extraterrestrials put me in a yellow astronaut suit and showed me their spaceship. I was on the bridge. I felt quite comfortable in their company.“
Kirsan Iljumschinow (Fide-Präsident)

Schachwelt: Artikel

Carlsen siegt beim Heimspiel
Interkulturelles Schnellschach in Köln
Carlsen gegen die Welt
Machtkampf in den Medien
Ohne Regel und ohne Verstand
Münir-Aksabun-Gedenkturnier
Bulgarien will Olympia 2014
Die CNC wird es richten
„Schlampig? Vielleicht.“
Prominenten-Patzer gesucht

Anzeige

Schachwelt: Hintergrund

Auch außerhalb des unmittelbaren Turniergeschehens tut sich manches in der Schachwelt, das hier zuweilen aus einem ganz persönlichen Blickwinkel betrachtet wird.

Quellen und mehr zum Thema

Homepage des Weltschachverbandes (engl.)

Diese Seite merken

Twitter  Facebook  StudiVZ  MySpace  Linkarena  Mister Wong  folkd  del.icio.us  Google Bookmarks  Windows Live

RSS  Facebook

caissa  Pfeil Blog  Pfeil Höchststrafe für den Schachbund © 2006-2010 Rainer Osenberg