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Jugend nach OlympiaFörderung der Spitzenspieler ruht 14.07.2010 In einer Presseerklärung verkündete der Deutsche Schachbund heute die Mannschaften für die Schacholympiade in Chanty-Mansijsk. Bei den Männern spielen Rainer Buhmann, Sebastian Bogner, Falko Bindrich, Martin Krämer und Niclas Huschenbeth. Von Buhmann und Krämer abgesehen treten also drei Junioren an. Naiditsch, Meier, Fridman und Gustafsson sind erwartungsgemäß nicht dabei. Ihre Mitgliedschaft im deutschen Kader ruht nun bis 2011. Anzeige
Die vier am höchsten bewerteten deutschen Spieler hatten das Honorarangebot des DSB als zu gering zurückgewiesen und hatten sich in einem teils grotesken Bettelbrief an potentielle Sponsoren gewandt, die zusätzliche 20.000 € aufbringen sollten. Statt das angebotene, von den Einnahmen des Wirtschaftsdienstes abhängige Honorar in Höhe der Dresdner Vergütung von 2008 zu akzeptieren, gehen Naiditsch, Meier, Fridman und Gustafsson nun leer aus. Ob sie während der Olympiade bessere Verdienstmöglichkeiten finden, darf bezweifelt werden. Nun droht den vier Spielern aber auch noch Ungemach. Der DSB verweist zu Recht darauf, dass die Kadermitgliedschaft und die damit verbundene Förderung von der Bereitschaft abhängt, z.B. bei Schacholympiaden zu spielen. Die Kadermitgliedschaft ruht nun bis 2011, wobei der DSB schreibt, weiter mit den Spielern zusammen arbeiten zu wollen. Da auch der Marktwert der betroffenen Spieler bei Turnierorganisatoren und Sponsoren von dieser Aktion profitiert, darf bezweifelt werden. Ebenfalls nicht dabei ist die Nummer 5 der deutschen Rangliste, Igor Khenkin. Dieser hatte vor wenigen Tagen mit seinem offenen Brief an den DSB-Präsidenten die Diskussion ausgelöst, nach welchen Kriterien das Olympiateam nominiert werden soll. Bei den Frauen sind Elisabeth Pähtz, Elena Levushkina, Melanie Ohme, Sarah Hoolt und Judit Fuchs nominiert. Kachiani-Gersinska und Michna fehlen laut DSB aus persönlichen Gründen. Kommentare zum Artikel#1 Laut Satzung des DSB kann gegen jede Entscheidung einer DSB-Kommission ein Rechtsbehelf bei dem dafür zuständigen Gremium eingelegt werden. Wenn Herr Khenkin tatsächlch etwas erreichen will, sollte er das tun, statt einen Offenen Brief zu lancieren, mit dem er nicht mehr als etwas Unruhe stiften wird. Thomas Schumacher #2 Eine Entscheidung liegt ja jetzt erst vor. Mal sehen, ob Igor Khenkin gegen diese vorgeht. Ich persönlich erachte die Aufstellung an sich für weniger wichtig als die Diskussion über die Entscheidungsfindung und den Umgang mit den „Verweigerern“. Rainer Osenberg |
caissa
Schacholympiade: Artikel Deutschland im Mittelmaß Anzeige
Schacholympiade: Hintergrund Die Schacholympiade gehört zu den größten Sportveranstaltungen weltweit und wird alle zwei Jahre im Open und für Frauen an einem Ort im Schweizer System ausgetragen. Eingeladen sind alle der Fide angehörigen Verbände. Gespielt wird jeweils an vier Brettern. Die nächste Schacholympiade findet 2010 in Chanty-Mansijsk (Russland) statt. Trotz vieler Bemühungen steht Schach bei der „echten“ Olympiade nicht zur Debatte. Statt dessen ist Schach eine der bei den Weltdenksportspielen ausgespielten Sportarten. Quellen und mehr zum Thema Offizielle Turnierseite (engl./russ.) Diese Seite merken Bitte folgen |
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